Ableismus ist das Fachwort für die ungerechtfertigte Ungleichbehandlung („Diskriminierung“) wegen einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung oder aufgrund von Lernschwierigkeiten. Es ist also „Ableismus“, wenn ein Mensch wegen einer bestimmten, oft äußerlich wahrnehmbaren Eigenschaft oder einer Fähigkeit – seinem „Behindertsein“ – bewertet wird.

Das Wort kommt aus dem Englischen und klingt ähnlich wie „Rassismus“. Das ist beabsichtigt. Es soll ja eine Form von Diskriminierung bezeichnen: so wie bei „Rassismus“ die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer „Rasse“ (einer ethnischen Herkunft).

Eine Diskriminierung kann übrigens auch eine positive Äußerung sein. Zum Beispiel, wenn Menschen mit Behinderungen beim Erledigen von ganz alltäglichen Dingen immer wieder hören, wie toll es ist, dass sie das „schaffen“. Würden Sie es unangenehm empfinden, wenn Sie beispielsweise für das Öffnen einer Tür oder Haare kämmen gelobt werden würden?

Artikelempfehlung: Behandlung behinderter Kinder – wenn Hilfe ableistisch ist

In dem Artikel “ Behandlung behinderter Kinder: wenn Hilfe ableistisch ist“ beschreibt Bárbara Zimmermann, die Mutter eines behinderten Kindes, wie Eltern wie sie, immer wieder übergriffiges oder ableistisches Verhalten von Hilfspersonen miterleben.

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